Filmografie Karin Kaper / Dirk Szuszies

 

Karin Kaper wurde am 23.6.59 in Bremen geboren,
Dirk Szuszies am 20.10.1956 in Dortmund.
Beide gründeten zusammen Mitte der 80iger das ZATA Theater und waren als Schauspielerin, Regisseur und Autor bis Ende der 90iger Jahre im freien Theaterbereich in München, Berlin und international tätig.

Seit 2000 widmen sie sich hauptberuflich der Produktion
und dem Eigenverleih von Dokumentarfilmen.

Kinofilme:

„Die letzte Mahadevi“ über das Schicksal einer Österreicherin, die in Burma als Prinzessin lebte, war war die erste gemeinsame Regiearbeit.
Die Dokumentation zeigt den dramatischen Lebensweg der ehemaligen Österreicherin Inge Eberhard, die als Prinzessin in Burma ihr Lebensglück fand, bis die Militärdiktatur diesem ein Ende setzte. Eine ergreifende, dramatische Liebesgeschichte , die Inge Eberhard in unglaubliche Höhen und Tiefen stürzt.

Es folgten u.a. preisgekrönte und weltweit auf Festivals eingeladene Dokumentationen wie „Resist!“ und „Another Glorious Day“ über das New Yorker Living Theatre und dessen jüdischer Gründerin Judith Malina.

Die 1926 als Tochter eines Rabbi in Kiel geborene Judith Malina, die mit ihrer Familie vor den Nazis nach New York floh und dort mit Julian Beck das legendäre Living Theatre gründete, erhielt 2004 in New York von der Theatre Hall of Fame den Preis für ihr Lebenswerk und gilt heute unbestritten als die Pionierin des Freien Theaters im Geiste Erwin Piscators.
Neben historischen Aufnahmen und Interviews begleitet der Film „Resist!“ die Gruppe zu zentralen Konfliktschauplätzen dieser Welt: zum G8-Gipfel in Genua, auf die Straßen von New York nach den Anschlägen vom 11.September und nach Khiam, dem berüchtigten ehemaligen Strafgefangenenlager der israelischen Armee im Südlibanon.

Mit der Wiederaufnahme des 1963 uraufgeführten Stückes "The Brig" von Kenneth H. Brown setzt das Living Theatre aus New York ein Zeichen gegen jede Form gewalttätiger Machtausübung. Das unter die Haut gehende Drama über das brüllend unmenschliche Innenleben eines US-Marines-Gefängnisses hat nichts von seiner erschreckenden Aktualität eingebüßt. Die Europapremiere in der Akademie der Künste Berlin und die Aktion am 1. Mai 2006 auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg lassen den Film „Another Glorious Day“ in eine beklemmend klaustrophobische Welt eintauchen.

 

 

Anschließend erschien der Kinofilm „Aber das Leben geht weiter“, der sehr persönlich das Thema Flucht und Vertreibung behandelt. In diesem von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit geförderten Film beschreiben drei polnische und drei deutsche Frauen aus persönlicher Sicht ihre dramatischen Familienerlebnisse. Der Film lief in über 300 Kinos bundesweit und wurde auch in Polen in vielen Städten in Anwesenheit der Regisseure präsentiert.

Am 6.1.2015 feierte der Kinodokumentarfilm  „Berlin East Side Gallery“ seine in der Öffentlichkeit vielbeachtete Weltpremiere, der bundesweite Kinostart folgte. Die Dokumentation eröffnet einen faszinierenden und vielschichtigen Einblick in die Gesamtgeschichte der East Side Gallery und geht dabei auch auf die Konflikte ein, die den Bestand des zum Denkmal erklärten Symbols der friedlichen Revolution gefährden.

Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 fand die Premiere des Films „Wir sind Juden aus Breslau“ am 6.11.2016 in Wroclaw statt. Seitdem wurde der Film bis 2019 international auf wichtige Filmfestivals eingeladen, in Israel und Polen waren die Regisseure wochenlang auf Filmtour.
In Deutschland wurde der Film in über 150 Kinos präsentiert und hatte über 37.000 Zuschauer. Auch jetzt im Jahr 2023 finden immer noch Sonderveranstaltungen statt.
Der Film wurde ausgezeichnet mit dem Deutsch-Polnischen Kulturpreis 2017, mit der Ehrenmedaille der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw und wurde 2018 von Yad Vashem in Jerusalem ins offizielle Filmprogramm aufgenommen.

„Wir sind Juden aus Breslau“ ist ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der 14 Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Der aktuelle Kinodokumentarfilm „Walter Kaufmann - Welch ein Leben!“ über das Leben des deutsch-australischen, jüdischen Schriftstellers Walter Kaufmann feierte im August 2021 seine Weltpremiere auf dem Internationalen Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg und wurde auf mehreren Festivals gezeigt. Der erfolgreiche Kinostart erfolgte Ende September 2021. Die weitere Kinoauswertung mit zahlreichen bereits geplanten Sonder- und Schulvorführungen wurde immer wieder durch die Auswirkungen von Corona ausgebremst. Deshalb sind wir auch 2023 intensiv mit dem Film bundesweit in den Kinos unterwegs. Es ist abzusehen, daß die Dokumentation ähnlich hohe Zuschauerzahlen wie „Wir sind Juden aus Breslau“ erzielen wird.

„Kanarische Träume - La Graciosa“ wird die neunte Produktion sein, die Karin Kaper Film mit langjähriger Erfahrung als Eigenverleih in garantiert mehr als 150 Kinos bundesweit herausbringen wird.

 

PRODUCTION & REGIE

Karin Kaper and Dirk Szuszies

Karin Kaper was born on June 23rd, 1959 in Bremen,

Dirk Szuszies on October 20th, 1956 in Dortmund.

Both founded the ZATA Theater together in the mid-80s and worked as director, author and actors in the independent theater sector in Munich and Berlin until the end of the 90s.

Since 2000 they have dedicated themselves full-time to the production and self-distribution of documentary films.

“The Last Mahadevi” was their first joint directorial work, an award-winning documentary about the fairytalelike, dramatic and combative story of an Austrian who found her happiness as a princess in Burma until the military dictatorship put an end to it.

Other award-winning documentaries followed such as “Resist!” And “Another Glorious Day” about the New York Living Theater and its Jewish founder Judith Malina, which were invited to festivals around the world.

The film “But life goes on”, which deals with the topic of flight and displacement very personally, also received great international attention. In this film, funded by the Foundation for German-Polish Cooperation, three Polish and three German women describe their dramatic family experiences from a personal point of view.

On January 6th, 2015, the documentary film “Berlin East Side Gallery” celebrated its world premiere, which was widely acclaimed by radio and print media. The documentation offers a multi-layered insight into the overall history of the East Side Gallery and also addresses the current conflicts that endanger the existence of the symbol of the peaceful revolution that has been declared a monument.

The award-winning documentary film “We are Jews from Breslau” by Karin Kaper and Dirk Szuszies premiered in November 2016 as part of the European Capital of Culture in Wroclaw and then ran very successfully nationwide in cinemas and at international film festivals until March 2020.

The first and only feature documentary about the life of Walter Kaufmann with the title "Walter Kaufmann - What a life!" Will be created in cooperation with 321-2021: 1700 years of Jewish life in Germany e.V. and the International Auschwitz Committee. The cinema release will take place in the course of 2021. The exact date depends on the development of the pandemic.